Impressionen & Presse – Basilishof Münstertal
Der Basilishof Münstertal verbindet nachhaltige Landwirtschaft, Landschaftspflege und pädagogische Angebote. Auf dieser Seite finden Sie Bilder, Presseberichte und Veröffentlichungen über unseren Lernort Bauernhof im Naturpark Südschwarzwald.
Einblicke in den Basilishof
Unsere Bildergalerie zeigt Momente aus unserem Hofalltag, unseren pädagogischen Angeboten und der Natur, die uns umgibt.

Wo Hände schaffen, wächst Zukunft
Presseberichte & Veröffentlichungen
- 20.11.2023
Diese zwei jungen Landwirte gehen in Münstertal neue Wege
Auf dem Basilishof in Münstertal ist nach Jahren des Leerstands wieder aktives Hofleben entstanden. Seit 2020 bewirtschaften Nicole und Sebastian Schächtele den Betrieb im Nebenerwerb und setzen auf artgerechte Tierhaltung, Landschaftspflege und eine vielfältige Tierhaltung mit alten Schaf‑ und Geflügelrassen, Belted‑Galloway‑Rindern und Mangalitza‑Wollschweinen. Rund 40 Mutterschafe und ihre Nachzucht übernehmen an verschiedenen Standorten Landschaftspflege, unterstützt von zwei Herdenschutzhunden.
Die Schafe und Ziegen fördern durch ihr selektives Fressverhalten die Artenvielfalt, aus der Wolle werden Pellets als Naturdünger hergestellt. Eier und Fleisch vermarktet der Hof direkt und lässt ausschließlich in einer Familienmetzgerei schlachten, sobald das gesamte Tier verwertet ist. Die Nachfrage ist groß, viele Produkte sind vorab reserviert.
Nicole Schächtele übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit und informiert über soziale Medien über die Arbeit auf dem Hof. Geplant sind Veranstaltungen für Kindergärten, ein Tag der offenen Stalltür und langfristig ein kleiner Hofladen. Der Artikel stellt zudem eine junge Landwirtin aus Obermünstertal vor, die nach ihrer Ausbildung nun Landwirtschaft studiert und zeigt, dass auch andere junge Menschen in der Region Perspektiven in der Landwirtschaft sehen.

Gabriele Hennicke
Autorin für die Badische Zeitung
- 02.06.2025
Auf dem Basilishof in Münstertal können Kinder Landwirtschaft erleben
Der Basilishof in Münstertal wurde offiziell als „Lernort Bauernhof“ zertifiziert und gehört nun zu den landesweit anerkannten Betrieben, die Kindern und Jugendlichen praxisnah vermitteln, wie Landwirtschaft funktioniert und woher Lebensmittel stammen. Eva‑Maria Lutz‑Lubitz vom Landratsamt Breisgau‑Hochschwarzwald prüfte den Hof, führte ein Zertifizierungsverfahren durch und übergab anschließend das entsprechende Schild an Nicole und Sebastian Schächtele.
Der Hof, der 2020 nach längerer Leerstandszeit von den Schächteles übernommen wurde, beherbergt heute eine große Vielfalt an Tieren: rund 45 Mutterschafe verschiedener alter Rassen samt Nachzucht, zehn Ziegen, vier Belted‑Galloway‑Rinder, zehn Wollschweine der ungarischen Mangalitza‑Rasse sowie zahlreiche Geflügelarten. Zwei erwachsene Maremmano‑Abruzzen‑Herdenschutzhunde und ein junger Hund in Ausbildung bewachen die Herden. Die Vielfalt und die artgerechte Haltung beeindruckten die Prüferin ebenso wie die Entwicklung des Hofes in nur wenigen Jahren.
Nicole und Sebastian Schächtele bewirtschaften den Hof im Nebenerwerb. Beide stammen aus landwirtschaftlichen Familien und sehen den Basilishof als gemeinsames Lebensprojekt. Die Zertifizierung ermöglicht ihnen künftig, pädagogische Angebote für Kindergärten und Schulen durchzuführen und dafür eine finanzielle Vergütung zu erhalten. Ziel des Programms ist es, jungen Menschen Wertschätzung für Lebensmittel und landwirtschaftliche Arbeit zu vermitteln.
Neben den Bildungsangeboten vermarktet der Hof Eier, Fleisch und Schafwollpellets direkt an Kundinnen und Kunden. Geschlachtet wird ausschließlich in der Landmetzgerei eines Familienmitglieds und erst dann, wenn das gesamte Tier verwertet werden kann. Die Nachfrage ist hoch, viele Produkte sind bereits vorab reserviert. Ein eigener Hofladen sowie eine Website stehen auf der zukünftigen Planungsliste.
Die Idee zur Bewerbung als Lernort entstand nach Besuchen eines Naturkindergartens und weiteren Anfragen aus der Region. Der Start des neuen Angebots ist für Ende August mit einem Ferienprogramm geplant, das Nicole Schächtele gemeinsam mit einer naturpädagogisch ausgebildeten Freundin organisiert.

Andrea Drescher
Autorin für die Badische Zeitung
- 20.08.2025
Galloway-Bulle Peter aus Münstertal ist eher der gemütliche Typ
Auf den Weiden des Basilishofs in Münstertal lebt der Belted‑Galloway‑Bulle „Peter“, ein vierjähriges Tier der aus Schottland stammenden Rinderrasse. Belted Galloways, auch „Belties“ genannt, sind an ihrem charakteristischen weißen Mittelgurt erkennbar und gelten als robuste, gutmütige und hornlose Rinder. Peter teilt sich die Weiden mit drei Mutterkühen derselben Rasse, die bereits mehrfach Nachwuchs bekommen haben.
Der Bulle stammt von einem Betrieb aus dem Raum Lörrach und kam vor zwei Jahren auf den Basilishof. Die Familie Schächtele hält seit längerem Belted Galloways und schätzt sowohl ihre besondere Optik als auch ihre ruhige Art. Neben den Rindern leben auf dem Hof weitere seltene und robuste Nutztierrassen, darunter ungarische Wollschweine sowie verschiedene Geflügelarten. Maremmano‑Herdenschutzhunde aus Italien sorgen für Sicherheit in der Herde.
Peter gilt als außergewöhnlich sanftmütig und lässt sich auch von Kindern füttern, obwohl er rund 800 Kilogramm wiegt. Die Tiere werden auf der Weide natürlich gedeckt, und seit Peters Ankunft sind bereits mehrere Kälber geboren worden. Die Jungtiere bleiben etwa acht bis neun Monate bei ihren Müttern, bevor sie auf andere Weiden wechseln oder an Landwirte abgegeben werden. Da die Belted‑Galloway‑Zucht vergleichsweise klein ist, wird auf eine sorgfältige Blutlinienführung geachtet.
Die Rasse zeichnet sich durch ein langes Deckhaar und ein dichtes Unterfell aus, das sie widerstandsfähig gegen Regen und Kälte macht. Bei warmem Wetter suchen die Tiere Schatten, da Hitze ihnen stärker zusetzt. Beim Fellwechsel bleiben die Haare auf der Weide liegen und dienen dort als Dünger oder Nistmaterial für Wildtiere. Auf dem Hof sind zudem Bürsten angebracht, an denen sich die Rinder schubbern können.
Die Schächteles haben sich bewusst für Belted Galloways entschieden, da sie gutmütig, robust und optisch auffällig sind. Im Gegensatz zu anderen regionalen Rassen wie Vorderwäldern oder Hochlandrindern tragen Belties keine Hörner, was die Haltung insbesondere im Kontakt mit Besuchern erleichtert. Als zertifizierter Lernort Bauernhof empfängt der Basilishof regelmäßig Kindergruppen, für die die Tiere ein besonderes Erlebnis darstellen.

Andrea Drescher
Autorin für die Badische Zeitung
- 05.06.2025
Basilishof wird als Lernort zertifiziert
Der Basilishof in Münstertal wurde als Naturpark‑Partner des Naturparks Südschwarzwald ausgezeichnet. Der Hof hält eine vielfältige Tiergruppe – darunter Schafe, Ziegen, Mutterkühe, Wollschweine, Hühner und Enten – und ist zugleich als „Lernort Bauernhof“ zertifiziert, an dem regelmäßig Kindergarten‑ und Schulgruppen Einblicke in Landwirtschaft und Tierhaltung erhalten.
Naturpark‑Geschäftsführer Roland Schöttle und Bürgermeister Patrick Weichert würdigten das Engagement von Nicole und Sebastian Schächtele für Kulturlandschaftspflege und nachhaltige Regionalentwicklung. Mit der Auszeichnung möchte der Naturpark die Arbeit seiner Partnerbetriebe sichtbarer machen. Der Basilishof ist der zehnte Betrieb im Netzwerk und der zweite landwirtschaftliche Hof. Weitere Partner sind unter anderem eine Mühle, ein Sektproduzent, ein Safthersteller und zwei Metzgereien. Regelmäßige Netzwerktreffen und Fortbildungen unterstützen den Austausch zwischen den Betrieben.

Gabriele Hennicke
Autorin für die Badische Zeitung
- 25.09.2024
Blauzungenkrankheit im Münstertal: Wenn die Schafe innerhalb von Stunden sterben
Die Blauzungenkrankheit (BTV‑3) hat in diesem Sommer das Münstertal stark getroffen und zu erheblichen Verlusten in mehreren Tierhaltungen geführt. Besonders Schaf- und Rinderbetriebe meldeten schnelle und schwere Krankheitsverläufe. Die Infektion wird ausschließlich durch Gnitzen, also kleine Stechmücken, übertragen und ist weder für Menschen noch für andere Tiere direkt ansteckend.
Im Münstertal traten die ersten Fälle Mitte August auf. Betroffen waren unter anderem der Basilishof sowie der Tännlebuckhof. Auf dem Basilishof verendeten innerhalb kurzer Zeit insgesamt zehn Lämmer und ein älteres Schaf. Die Tiere zeigten zuvor Symptome wie Apathie, Fieber, geschwollene Maulbereiche, Atemprobleme und Fressunlust. Trotz Schutzmaßnahmen wie dem Einsatz von Neemöl und Butox, intensiver Beobachtung und der Behandlung von Begleitinfektionen konnten die Verluste nicht verhindert werden. Die Landwirte vermuten, dass ein bereits geschwächtes Immunsystem – etwa durch starken Wurmbefall – die Tiere besonders anfällig machte.
Auch auf dem Tännlebuckhof kam es zu mehreren Erkrankungen. Drei Milchkühe zeigten deutliche Symptome wie geschwollene Maulbereiche, Schwäche und stark reduzierte Milchleistung. Bei den Schafen der Rasse Scottish Blackface starben ebenfalls mehrere Tiere. Die Landwirte berichten von Atemnot, Hecheln und in einigen Fällen Erstickung. Impfstoffe waren im Sommer nur eingeschränkt verfügbar, und die tierärztliche Versorgung war aufgrund der weiten Wege und hohen Nachfrage erschwert.
Laut Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald sind inzwischen 72 Betriebe im Landkreis betroffen. Die Behörde verweist darauf, dass betroffene Tierhalter über notwendige Maßnahmen informiert worden seien. Viele Landwirte wünschen sich dennoch frühzeitigere Beratung, bessere Aufklärung und eine stärkere Unterstützung, insbesondere angesichts der hohen Kosten für Impfungen und der emotionalen Belastung durch die schnellen Krankheitsverläufe.
Als mögliche Ursache für die starke Ausbreitung wird die feuchte Witterung des Sommers genannt, die ideale Bedingungen für die Vermehrung der Gnitzen geschaffen hat. Die Hoffnung vieler Betriebe liegt nun auf einem verbesserten Impfstoff, der im kommenden Frühjahr verfügbar sein soll.

Frank Schoch
Autor für die Badische Zeitung
- 25.05.2022
Schäfer müssen ihre Herdenschutzhunde aus Ebringen abziehen
In Ebringen kam es im Mai 2022 zu Beschwerden über das nächtliche Bellen zweier Herdenschutzhunde, die eine Schafherde aus Münstertal im Jennetal bewachten. Die Hunde sollten die Tiere vor Füchsen oder Wölfen schützen, verursachten jedoch bereits in der ersten Nacht zahlreiche Lärmbeschwerden bei Anwohnern. Obwohl sich die Situation laut den Schäfern über das Wochenende beruhigt hatte, gingen in der darauffolgenden Nacht erneut mehrere Beschwerden beim Rathaus ein – auch aus der Dorfmitte.
Die Gemeinde ordnete daraufhin an, die Hunde wegen der Lärmbelästigung aus dem Ort zu entfernen. Die Schäferfamilie zeigte sich enttäuscht über das mangelnde Verständnis und zog die gesamte Herde aus Ebringen ab. Die Tiere sollten weiter Richtung Sulzburg wandern, jedoch zunächst ohne Herdenschutzhunde. Die Schäfer kündigten an, künftig verstärkt über die Bedeutung von Herdenschutzhunden und die Rolle der Schafe in der Landschaftspflege aufklären zu wollen.

Andrea Drescher
Autorin für die Badische Zeitung
Pressekontakt
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Telefon
Nicole: 0174 6299850
Sebastian: 0176 89125655
Häufige Fragen (FAQ) – für Journalist*innen
Darf ich Bilder vom Basilishof verwenden?
Bildmaterial stellen wir auf Anfrage zur Verfügung.
Gibt es Pressemappen oder Hintergrundinformationen?
Wir senden Ihnen gern Informationen zu unseren Angeboten und Projekten.
Kann ich den Hof für journalistische Zwecke besuchen?
Ja, nach vorheriger Terminvereinbarung sehr gerne.


































